Heiße Eisen

Heiße Eisen der Gemeinde sind kommunale Schwerpunktthemen, über die wir an dieser Stelle ausführlicher berichten werden.
Dazu gehören

Stellungnahme zum Flächennutzungsplanentwurf

     SPD Schwielowsee fordert bauliches Leitbild für die Entwicklung Schwielowsees

    Die Entwicklung der innerörtlichen Brache in Caputh (ehemalige Gärtnerei)

     Schutz und Erhalt der hundertjährigen Linden in der Straße der Einheit als Wahrzeichen Capuths

     Verhinderung der geplanten "Havelspange", dem Bau eines Schnellstraßenübergangs neben der derzeitigen Eisenbahnbrücke über den Templiner See. Es gibt einen Beschluss der Gemeindevertretung Schwielowsee, diese Maßnahme abzulehnen.

a)            Havelspange bedroht Weltkulturerbe (PNN vom 06.06.2005)

b)            Kommentar von Kay Grimmer (PNN vom 06.06.2005)

c)            Bürgerprotest gegen Havelspange

d)           Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Jens Klocksin und Susanne Melior Fraktion der SPD zum Nutzen der so genannten Havelspange

e)            Ziel: Potsdamer Ortsumgehung - Entwicklungsausschuss befürwortet Arbeitsgemeinschaft/Heftige Kritik von Bürgerinitiativen

f)             Keine Beschädigung der „grünen Lunge“ Potsdams (Leserbrief, PNN vom 19.12.2005)

g)            Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Integriertes Verkehrskonzept Potsdam - Potsdam-Mittelmark“

h)            Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Jens Klocksin: Havelspange – Ortsumgehung Potsdam (16.04.2007)

a)            Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Jens Klocksin (22.05.2007)

     Verhinderung der Dauerbetriebserlaubnis für den Wasserflugzeugbetrieb am Schwielowsee. Dazu gibt es einen entsprechenden Beschluss der Gemeindevertretung, der dieses Projekt ablehnt, weil es zu unzumutbaren Lärmbelästigungen im Landschaftsschutzgebiet der Seen führt. Darüber hinaus sind regelmäßige touristische Rundflüge geplant.

    Erhaltung bzw. Schaffung eines geschlossenen Rundwanderwegs um den Caputher See

     Klärung der Trägerschaft für die Kitas der Gemeinde Schwielowsee. Vorlage der pädagogischen Konzepte aller Bewerber und der derzeitigen Kitas und wissenschaftliche Bewertung durch das Bildungsministerium oder Universität.

a)            Offener Brief an Frau Bürgermeisterin (30.05.2005)

     Entwicklung und Förderung des Wassertourismus in Zusammenarbeit mit der Stadt Werder und Potsdam. Die Förderung des Wassertourismus ist Wirtschaftsförderung.

     Entwicklung eines innerörtlichen Verkehrskonzepts unter Einbeziehung geplanter Straßenbaumaßnahmen in Caputh.

Spendensammlung und Einweihung der Orgel der evangelischen Kirchengemeinde von Caputh.



 

SPD Schwielowsee fordert bauliches Leitbild für die Entwicklung Schwielowsees

 

04.03.2007

 

Vor kurzem sprach sich der Vorstand der SPD Schwielowsee für ein transparentes Planungsverfahren bei der anstehenden Bebauung größerer Areale in der Gemeinde Schwielowsee aus. Konkret geht es um die ehemalige Potsdamer Blume im Caputher Zentrum und um das Neubau-vorhaben an der Schwielowseestraße mit der geplanten neuen Marina.

 

Die Forderung nach einem öffentlichen Verfahren hat aber einen Hintergrund, der über die konkreten Maßnahmen und das rein Bauliche hinausgeht. 

 

Beide Vorhaben eint, dass sie sowohl das Ortsbild entscheidend prägen werden als auch durch ihre Nutzung große Bedeutung für das Entwicklungspotenzial der Gemeinde generell haben. Es stellt sich daher die Frage, nach welchen Maßstäben eigentlich zentrale Entwicklungsflächen der Gemeinde mit Blick auf die Attraktivität und das Potenzials Schwielowsees als Wohn- und Gewerbeort und touristisches Ausflugsziel beplant und bebaut werden sollen?   

 

Eine rein baurechtliche Betrachtung, auf die allein bislang Gemeinde und Bürgermeisterin stets verwiesen wird, springt zu kurz. Um inhaltliche Vorstellungen für die Entwicklung der Gemeinde durchzusetzen, ist das reine Baurecht ungeeignet, zumal auf diesem Wege die Einflussnahmen auf den Investor allen Erfahrungen nach nur begrenzt möglich sind. Daher ist es ganz entscheidend, dass die Gemeinde bereits vor Einleitung des offiziellen Baugenehmigungsverfahrens deutlich macht, was sie sich im Umgang mit diesen Flächen vorstellt.

 

Dafür braucht es eigene Vorstellungen über inhaltliche, öffentlich gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelte Ziele für die Entwicklung der Gemeinde. Momentan hat man den Eindruck, es wird nach der Maxime „Hauptsache irgendwas“ verfahren. Vor dem Hintergrund des jahrelangen Stillstands scheint dies zunächst verständlich. Aber Leidensdruck ist ein schlechter Ratgeber, wenn es um langfristige Lösungen geht.

 

Am Beispiel der ehemaligen Potsdamer Blume wird dies besonders deutlich: Was auf dem Grundstück in der Ortsmitte in Caputh gebaut werden soll, ist allein schon aufgrund der Größe entscheidend für die mittelfristige Entwicklung der Gemeinde. Mit seiner langen Front zur Friedrich-Ebert-Straße als Durchgangsstrasse wird dort jede Bebauung das Ortsbild entscheidend prägen. Zudem ist aufgrund der Nähe zum Schloss eine besondere architektonische Qualität wichtig. Das Grundstück ist ein entscheidender Baustein für die bauliche und soziale Mitte von Caputh. Ein gesichtloser, nach kurzfristigen Renditeinteressen errichteter und bereits nach wenigen Jahren schäbig aussehender Supermarkt-Bau würde die Mitte von Caputh verschandeln.

 

Deshalb fordern wir die Gemeindeverwaltung auf, eine offene Diskussion über die inhaltlichen Möglichkeiten im Umgang mit bebauungsfähigen Brachflächen in der Gemeinde zu initiieren und dabei die Öffentlichkeit schon jetzt einzubinden. Das Engagement der Bürgermeisterin bei der Vermittlung zwischen Eigentümern und potenziellen Investoren ist grundsätzlich zu begrüßen. Aber sie darf sich dabei nicht zum Büttel der Investoreninteressen machen lassen und ein Geschäft zu Lasten der Gemeinde zulassen. Sie ist keine neutrale Partei, sondern Interessenvertreterin der Bürgerinnen und Bürger Schwielowsees. Daher müsste sie schon jetzt beantworten können, was sich die Gemeinde bei der Bebauung im Rahmen baurechtlicher Genehmigungen dort vorstellt und darf sich dabei nicht hinter formalen Antworten zum Bebauungsplan verschanzen. Bürgereinsprüche im Rahmen der vom Gesetzgeber vorgesehenen Auslegung des Bebauungsplanes haben leider oft nur kosmetischen Charakter, weil zu diesem Zeitpunkt bereits alle Messen gesungen sind. Die zentralen Entwicklungsflächen von Schwielowsee und insbesondere die besagten Grundstücke in Caputh sind zu wichtig um sie als Kniefall vor einer billigen Investorenarchitektur zu opfern. Ein Basta, wenn alle Entscheidungen gefallen sind und es nur noch heißt, bauen oder nicht bauen, darf deshalb nicht passieren. Will man hier wirkungsvoll mitgestalten, so braucht die Gemeinde eigene Maßstäbe, die schon jetzt auf den Tisch einer kritischen Öffentlichkeit gehören. Dazu muss man frühzeitig den Dialog suchen und gemeinsam auch mit Projektentwicklern und Architekten Lösungen im beiderseitigen Interesse einer nachhaltigen Entwicklung suchen. Denn auch bei der Rendite zahlt sich langfristige Qualität aus. 

 

Daher unsere Forderung nach einem baulichen Entwicklungsleitbild für die Gemeinde: Wie und mit wem soll die Gemeinde in ihrer Mitte wachsen? Ohne eigene Vorstellungen wird die Gemeinde unter die Räder von Investoren geraten.

 

Wir sehen gute Chancen, durch eine attraktive, moderne und ökologische Architektur an diesem Ort die Attraktivität von Schwielowsee als  Gewerbe- und touristischen Standort und als Anziehungspunkt für generationenübergreifendes, familienfreundliches Wohnen auszubauen. Andere Gemeinden machen längst vor, wie man mit einem frühzeitig begonnenen Dialog der Gemeinde mit potenziellen Investoren die Interessen sowohl der Bürgerinnen und Bürger an einer positiven Entwicklung ihrer Gemeinde als auch diejenigen potenzieller Käufer und Mieter unter einen Hut bringen kann. Wir halten es für falsch zu warten bis Bebauungspläne im gesetzlich vorgesehenen Verfahren auf den Tisch flattern und die Bürgerinnen und Bürger bloß noch zu Details Stellung nehmen können.

 

Deshalb fordern wir die Gemeindeverwaltung auf, eine öffentliche Veranstaltung mit Vertretern von Kommunen, die eine ähnliche innerstädtische Entwicklungschance erfolgreich gemeistert haben, mit städtebaulichen Experten und unter Einbindung der potenziellen Investoren vorzubereiten und durchzuführen. Dass Investoren darüber mit sich reden lassen, zeigen zahlreiche Beispiele aus anderen Gemeinden, auch bei Grundstücken, die sich nicht im öffentlichen Besitz befinden.

 

Wir fordern die Gemeinde daher auf, inhaltliche Vorstellungen für die Bebauung und für das Gespräch mit den Investoren zu entwickeln und mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam öffentlich zu diskutieren. Es muss bereits jetzt deutlich werden, was die Gemeinde im Interesse der Schwielowseer bei der Entwicklung ihrer baulichen Filetstücke erwartet und dass sie die Bürgerinnen und Bürger als Partner in diesen Dialog einbinden will. Eine nachhaltige Entwicklung Schwielowsees ist in unserem gemeinsamen, im öffentlichen Interesse.

 

Michael Marten, Caputh

Mitglied im Vorstand der SPD-Schwielowsee

 

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Havelspange

PNN vom 06.06.2005

Ha­vel­span­ge be­droht Welt­kul­tur­er­be

Prog­no­se: 4000 Autos mehr pro Tag am Neu­en Palais/Anwohner pro­tes­tie­ren

Unesco prüft Aus­wirk­ung­en


Potsdam-West - Die ers­ten Ne­ga­tiv-Aus­wirk­ung­en der LKW-Maut ha­ben nun auch Pots­dams Straßen er­reicht. Mit­glie­der der In­itia­tive „Bür­ger für Ver­kehrs­be­ruhi­gung in Pots­dam West“ de­mon­strier­ten mit ei­ner „Maut­sta­tion Forst­straße“ am Sonn­abend­mit­tag ge­gen den er­höh­ten Schwer­last­ver­kehr. „Noch gibt es kei­ne ge­nau­en Zah­len, aber der Ver­kehr hat spür­bar zu­ge­nom­men“, so Sprech­er Al­brecht Söll­ner. Doch es kann noch schlim­mer kom­men. Weg­en des ge­plan­ten drit­ten Ha­vel­ü­ber­gang­es, der so ge­nann­ten Span­ge, wer­de sich nicht nur der Ver­kehr in der Forst­straße er­höh­en. Die Ver­kehrs­po­li­tik der Stadt ließ be­reits die Unes­co auf den Plan ru­fen. Grund ist die Strecken­füh­rung der ab­ge­speck­ten west­lich­en Orts­um­geh­ung: Die einst ent­wickel­te Strecken­füh­rung von der Ha­vel­span­ge durch den Wild­park, an Golm vor­bei zur B 273 steht nicht im vor­dring­lich­en Be­darf des Bun­des­ver­kehrs­wege­plans, all­ein die Ha­vel­ü­ber­que­rung soll durch Bun­des­mit­tel ge­baut wer­den (PNN be­rich­te­ten). Die Fol­ge: Die Al­ter­na­tiv­strecke führt di­rekt am Neu­en Pa­lais und dem Schloss Lind­stedt vor­bei. „Tou­ris­ten wa­ren ent­setzt, als sie die­se Plä­ne sa­hen“, so Söl­lner. Wie auch die Unes­co, die nun durch die in­ter­nat­ion­ale Denk­mal­schutz­be­hör­de Aus­wir­kung­en der Um­geh­ung prü­fen lässt. Mög­lich­es Er­geb­nis: Der Ein­trag in die ro­te Lis­te ge­fähr­de­ten Welt­kul­tur­er­bes.

Doch die Stadt­ver­wal­tung scheint sich nicht zu sor­gen. „We­der Stadt­pla­nungs­chef An­dre­as Goetz­mann noch Ober­bür­ger­meis­ter Jann Ja­kobs sah­en bis­her Hand­lungs­be­darf“, sag­te Söll­ner. In ei­ner Stell­ung­nah­me der Stadt wur­de zwar für 2015 ei­ne Er­höh­ung des Ver­kehrs­auf­kom­mens am Neu­en Pa­lais um et­wa 4.000 Fahr­zeu­gen auf ins­ge­samt 9.500 Au­tos pro Tag be­stä­tigt. Aber ei­ne un­ver­träg­liche Be­ein­träch­ti­gung der Schlöss­er und Gär­ten sei da­raus nicht ab­zu­lei­ten, so die Ver­wal­tung. Als Ver­gleich wird die Scho­pen­hau­er Straße am Park Sans­souci her­an­ge­führt, die be­reits der­zeit 19.500 Fahr­zeu­ge am Tag be­fah­ren. Dank der Ha­vel­span­ge sei 2015 mit ei­ner Re­du­zie­rung des Ver­kehrs in der Scho­pen­hau­er Straße zu rech­nen, schätzt die Stadt. Statt dann 24.500 KfZ pro Tag wer­den es dann nur noch 24.000 Au­tos sein. Grund ge­nug für Söll­ner, ob der Mi­ni­mal­aus­wir­kung­en das ge­sam­te Pro­jekt in Fra­ge zu stel­len. „Die Stadt schämt sich nicht ein­mal zu sa­gen, dass sich durch die Ha­vel­span­ge der in­ner­städt­ische Ver­kehr um höchs­tens sechs bis zehn Pro­zent re­du­zie­ren wür­de.“ In Zah­len: Statt bis­her 40.000 Fahr­zeu­gen auf der Lan­gen Brücke wä­ren es dann 36.000 bis 38.000 Au­tos sein. „Das ist kei­ne spür­ba­re Ent­last­ung.“

Und die Ini­tia­tive kann auf pro­mi­nen­te Schüt­zen­hil­fe bau­en. Der Ge­ne­ral­di­rek­tor der Schlöss­er­stif­tung, Hart­mut Dorger­loh, kri­ti­siert die Tras­sen­füh­rung eben­so wie Bahn­chef Hart­mut Meh­dorn, der laut Sölln­er kürz­lich bei OB Ja­kobs eine ruh­ige Um­ge­bung für die Bahn­aka­de­mie am Bahn­hof Park Sans­souci an­ge­mahnt hat­te.


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PNN vom 06.06.2005

Geschenkt

Kay Grimmer über das Präsent „Havelspange“ – Der Kommen­tar

Es ist im­mer fein, Ge­schen­ke zu er­hal­ten. Der drit­te Ha­vel­ü­ber­gang ist dank der Bun­des­fi­nanz­ier­ung im Grun­de eine net­te Ga­be für das zu Be­rufs­ver­kehrs­zei­ten chron­isch ver­stopf­te Pots­dam. Doch ist die­ses Prä­sent Ha­vel­span­ge nichts Hal­bes und nichts Ganz­es. Denn der er­hoff­te Ent­last­ungs­eff­ekt auf Pots­dams Stra­ßen bleibt nicht nur aus, son­dern wird so­gar noch dort­hin ver­la­gert, wo es im Zwei­fel rich­tig weh­tun kann: Bei den Pfrün­den der his­to­risch­en Schlöss­er und Gar­ten­an­la­gen, mit de­nen die Stadt seit Jah­ren wuch­ert. Um­so un­ver­ständ­lich­er ist es, dass die Ver­ant­wort­lich­en der Prü­fung durch die Unesco bis­her sorg­los ent­ge­gen­blick­en und ge­gen den mög­lich­en Ein­trag in die Ro­te Lis­te der ge­fähr­de­ten Welt­kul­tur­gü­ter nichts un­ter­nehm­en. Ge­schen­ke brin­gen nur dann wirk­liche Freu­de, wenn sie schön und nütz­lich sind. Die Ha­vel­span­ge ist in die­ser halb­herz­ig­en Lö­sung bei­des nicht.


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Protest gegen die Havelspange

Am 04.06.2005 pro­tes­tier­ten zahl­reiche Bür­ger und die Bür­ger­ini­tia­tive "Bür­ger für Ver­kehrs­be­ruhig­ung in Pots­dam-West" ge­gen den ge­plan­ten Bau der "Ha­vel­span­ge" (Brücke ü­ber den Tem­plin­er See) und die er­war­tete Ver­kehrs­be­last­ung in der Pots­dam­er Forst­straße. Wei­te­re Ak­tion­en auch in den Um­land­ge­mein­den Pots­dams sind noch für die­ses Jahr ge­plant.


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Antwort

der Landesregierung

 

auf die Kleine Anfrage 534

der Abgeordneten Dr. Jens Klocksin und Susanne Melior

Fraktion der SPD

Drucksache 4/1385

 

 

Wortlaut der Kleinen Anfrage:

 

Nutzen der so genannten Havelspange

 

Mit der so genannten Havelspange als Brücken−Übergang über den Templiner See würde die Netzverknüpfung der Bundesstraße 1 und 2 und mittelbar des westlichen und südlichen Berliner Rings erfolgen. Damit soll eine verkehrliche Entlastung der Stadt Potsdam erreicht werden. Gegen den Bau spricht aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger, dass diese Netzverknüpfung als Ausweichstrecke zur Umgehung der Mautpflicht genutzt, die bestehende Kulturlandschaft beeinträchtigen und die weitere Entwicklung des Tourismus Schaden nehmen würde. Gleichzeitig muss befürchtet werden, dass durch den Bau der Havelspange das durch die UNESCO geschützte Weltkulturerbe der Landeshauptstadt Potsdam seinen Status verliert.

 

Wir fragen die Landesregierung:

 

1. Wie beurteilt die Landesregierung den Bau der Havelspange?

 

2. Welche Verlagerungseffekte werden erwartet?

 

3. Sind bei den zu Grunde gelegten Verkehrsentwicklungszahlen die negativen demographischen Prognosen berücksichtigt worden?

 

4. Welche Maßnahmen sind zur Verhinderung einer Mautabkürzungsstrecke eingeplant?

 

5. Mit welchen zusätzlichen Kosten ist für die betroffenen Kommunen und das Land zu rechnen?

 

6. Wie werden die Auswirkungen der zusätzlichen Lärm- und Luftverschmutzungsemissionen auf die Entwicklung des Tourismus insbesondere des Wassertourismus im Bereich der mittleren Havel eingeschätzt?

 

7. Welche Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen sind für die unmittelbar betroffene Hotellerie geplant?

 

8. Welche Verkehrsströme sind im Bereich des Weltkulturerbes zu erwarten?

 

9. Wie ist die Landesregierung in das offizielle Prüfverfahren der UNESCO zu den gegenwärtigen Planungen im Bundesverkehrswegeplan eingebunden?

 

10. Wie beurteilt die Landesregierung die Gefahr der Streichung Potsdams von der Liste des Weltkulturerbes?

 

 

Namens der Landesregierung beantwortet der Minister für Infrastruktur und Raumordnung die Kleine Anfrage wie folgt:

 

Vorbemerkung:

 

Die sogenannte Havelspange Verbindungsstraße ist ein Teilabschnitt der Netzverknüpfung Potsdam, für welche seitens der Straßenbauverwaltung 1998 die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens (ROV) beim Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung (MLUR) beantragt wurde. Im Rahmen des ROV haben sich sowohl Einzelpersonen als auch Bürgerinitiativen gemeldet, die die geplante Netzverknüpfung mit der Begründung ablehnen, dass ein zwischen der Stadt Potsdam und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark abgestimmtes Verkehrskonzept für den Gesamtraum fehlt.

Dieses aufgreifend hatte das Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr (MSWV) im Jahr 1999 zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Unter Leitung des damaligen Staatssekretärs des MSWV wurde dabei nochmals das Vorhaben einer Vielzahl von Bürgerinitiativen aber auch Landtagsabgeordneten vorgestellt. Im Rahmen der Diskussion bemängelten die Einwender, dass die verkehrliche Notwendigkeit der Maßnahme nicht ausreichend begründet wäre.

Im Ergebnis dessen wurde das Raumordnungsverfahren ausgesetzt bis zur Vorlage eines integrierten Verkehrskonzeptes, das durch die Stadt Potsdam und den Kreis Potsdam-Mittelmark zu erarbeiten ist.

 

Die Stadt Potsdam und der Kreis Potsdam-Mittelmark erarbeiten seitdem dieses Konzept. Der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Potsdam liegt mit Stadtverordnetenbeschluss vom 4. Juli 2001 vor, der Verkehrsentwicklungsplanentwurf des Landkreises Potsdam-Mittelmark ebenfalls. Zwischenzeitlich gab es am 10. Juni 2004 eine gemeinsame Sitzung der Verkehrsausschüsse der Stadt Potsdam und des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Auf dieser Sitzung wurde beschlossen, dass für die Havelspange als Verknüpfung der B 1 und B 2 entlang des Bahndamms über den Templiner See sowie die Weiterführung bis zur A 10 in Werder die Weiterführung des 1999 gestoppten Raumordnungsverfahrens gefordert werden soll. Damit soll geklärt werden, ob die vorgesehenen Maßnahmen zur Lösung der Potsdamer Verkehrsprobleme sinnvoll sind.

Des Weiteren wurde auf der gemeinsamen Ausschusssitzung festgelegt, das eine Arbeitsgruppe aus Verwaltungs- und Ausschussmitgliedern gebildet wird, die sich eingehend mit den Raumordnungsunterlagen befasst.

 

Die Straßenbauverwaltung hat die abgestimmten Konzepte angefordert. Sobald diese vorliegen wird geprüft werden, ob nunmehr die Voraussetzungen vorliegen, die Grundlagen für das Raumordnungsverfahren zu überarbeiten.

 

Die Netzverknüpfung Potsdam, die den damaligen Gesprächen zugrunde lag, ist inzwischen nur noch im Abschnitt zwischen der B 1 und B 2 im Vordringlichen Bedarf (mit besonderem naturschutzfachlichem Planungsauftrag) im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen von 2004 enthalten.

 

Neben den Ergebnissen der Verkehrsentwicklungspläne der Stadt Potsdam und des Landkreises Potsdam-Mittelmark wird auch diese gegenüber der ursprünglichen Netzverknüpfung geänderte Abschnittsbildung Grundlage einer Überarbeitung der ROV-Unterlage sein. Aufgrund der großen Komplexität und der Vielzahl der Betroffenheiten muss für das Gesamtvorhaben ein über das übliche Maß hinaus gehender längerfristiger Planungszeitraum vorgesehen werden.

 

Aus den genannten Gründen liegt eine aktuelle detaillierte Planung derzeit nicht vor, weshalb der Landesregierung eine Beantwortung der Fragen 2 sowie 4 bis 8 nicht möglich ist.

 

zu Frage 1:

 

Mit der Aufnahme der sogenannten Havelspange in den in den Vordringlichen Bedarf des Bedarfsplanes für die Bundesfernstraßen ist zum Ausdruck gebracht, dass das Vorhaben den Zielsetzungen des § 1 Abs. 1 Fernstraßengesetz entspricht, zur Bildung eines zusammenhängenden Verkehrsnetzes beizutragen und einem weiträumigen Verkehr zu dienen oder zu dienen bestimmt ist. Darüber hinaus stellt er mit der Aufnahme nach § 1 Abs. 2 Satz 2 Fernstraßenausbaugesetz fest, dass für das Vorhaben ein Bedarf besteht.

 

zu Frage 2:

 

siehe Vorbemerkung.

 

zu Frage 3:

 

Ja. Die Prognosen des BVWP zur Verkehrsnachfrage stützen sich auf die voraussichtlichen Entwicklungen in Demografie und Ökonomie.

 

zu Frage 4:

 

siehe Vorbemerkung.

 

zu Frage 5:

 

siehe Vorbemerkung.

 

zu Frage 6:

 

siehe Vorbemerkung.

 

zu Frage 7:

 

siehe Vorbemerkung.

 

zu Frage 8:

 

siehe Vorbemerkung.

 

zu Frage 9:

 

Der Landesregierung ist z.Zt. keinerlei offizielles Prüfverfahren der UNESCO zu den o.g. Sachverhalten bekannt.

 

zu Frage 10:

 

Zu dieser Frage ist allgemein nur soviel festzustellen, dass die UNESCO bzw. das Welterbekomitee die Prüfkriterien für die europäischen Welterbestätten verschärft hat und damit im Falle einer schwerwiegenden Bedrohung der Welterbestätte die Aufnahme in die Liste der gefährdeten Welterbestätten (Rote Liste) sehr real ist.

 


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Ziel: Potsdamer Ortsumgehung
Entwicklungsausschuss befürwortet Arbeitsgemeinschaft/Heftige Kritik von Bürgerinitiativen  


(PNN, 25. August 2005)

 

Potsdam-Mittelmark

Mit einem integrierten Verkehrskonzept soll sich demnächst eine kommunale Arbeitsgemeinschaft (AG) aus Vertretern aus Potsdam-Mittelmark und der Stadt Potsdam beschäftigen. Erklärtes Ziel ist darüber hinaus eine Verständigung zur Wiederaufnahme eines Raumordnungsverfahrens für die Ortsumgehung Potsdam. Konkret genannt werden die Verknüpfung von B 1 und B 2 über den Templiner See und eine nachfolgende Verlängerung durch den Wildpark und über den Zernsee zur L 90 nach Werder. Ein entsprechender Vertragsentwurf zur Bildung dieser AG wurde am Dienstag mehrheitlich vom mittelmärkischen Entwicklungsausschuss dem Kreistag empfohlen.

Für den Vertrag setzten sich im Entwicklungsausschuss vor allem die Vertreter der CDU ein. So forderte Harry Grunert, „jetzt endlich zu einer Entscheidung zu kommen, nachdem seit Jahren schon über das Thema diskutiert wird“. Kritik kam von den Grünen und der PDS. Grünen-Fraktionschef Axel Mueller forderte, die Wiederaufnahme des Raumordnungsverfahrens für die Ortsumgehung Potsdam als Zielstellung zu streichen. Er erinnerte daran, dass der Kreistag zwar ein Verkehrskonzept für Potsdam-Mittelmark beschlossen, die Ortsumgehung Potsdam dabei jedoch ausgeklammert habe. Neben den Kommunen Werder, Schwielowsee und Michendorf – wie im Vertragsentwurf vorgesehen – sollte laut Mueller auch die Gemeinde Nuthetal beteiligt werden. Ein weiterer Kritikpunkt der Grünen ist der vorgesehene Ausschluss der Bürgerinitiativen und die geplante Nichtöffentlichkeit der Beratungen. „Im vergangenen Herbst hatte der Kreistag auf Initiative der CDU die Beteiligung der Bürgerinitiativen beschlossen – mit dem vorliegenden Vertragsentwurf geht man nun wieder einen Schritt zurück“, so Mueller. Entsprechende Änderungsanträge der Grünen wurden im Entwicklungsausschuss nun jedoch nur von der PDS unterstützt. Den Ausschluss der Gemeinde Nuthetal aus den bevorstehenden Verhandlungen begründete Reinhard Neubauer vom Landratsamt damit, dass die Stadt Potsdam „mittelfristig“ keine Weiterführung der Ortsumgehung über das Territorium dieser Gemeinde bis zur L 79 plane. Keine Stellungnahme kam von der SPD. Deren Vertreter Klaus Nitzsche, erklärte mehrmals, als Vorsitzender des Ausschusses wolle er sich zu inhaltlichen Fragen nicht äußern. Schließlich empfahl auch er dem Kreistag den vorliegenden Vertragsentwurf. Der zweite Sitz der SPD im Entwicklungsausschuss blieb am Dienstagabend leer. Der SPD-Kreisparteitag hatte indes im Vorfeld mit der Stimme Nitzsches explizit die Streichung der Havelspange aus dem Bundesverkehrswegeplan gefordert. Hintergrund ist unter anderem die Sorge, dass damit der Autobahnverkehr in die Region gelockt würde. Heftige Kritik am vorliegenden Vertragsentwurf kam von den Bürgerinitiativen gegen die Netzverknüpfung „Werder blüht was“, Rehbrücke und Wildpark e.V. Die Vertreter des Kreises dürften sich nicht schon im Vertrag auf die Ortsumgehung festlegen lassen, betonte Initiativen-Sprecher Gunnar Assmann gegenüber der Presse. Die Beschränkung auf die Abschnitte Havelspange und Werderast sei eine „gefährliche Salamitaktik“. „Die Erfahrungen lehren, dass an den Endpunkten von gut ausgebauten Straßenabschnitten zwangsläufig Stauprobleme auftreten, die zu einem weiteren Ausbau zwingen.“ Auch die Bürgerinitiativen müssten an den Verhandlungen beteiligt werden, erklärte Assmann mit Hinweis auf den Kreistagsbeschluss. Zudem sollte die AG aufgrund des hohen öffentlichen Interesses auch öffentlich tagen.

 

Hagen Ludwig



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Klaus Lüneburger und Uwe Thurley, Schwielowsee OT Caputh schreiben am 19.12.2005 zum Thema „Havelspange“ in der PNN:

Keine Beschädigung der „grünen Lunge“ Potsdams!
Havelspange gefährdet Ökosystem

Potsdam hat drei Havelübergänge und eine Fährverbindung. Zwei Übergänge, die Humboldtbrücke und die Lange Brücke, sind während des Berufsverkehrs stark belastet. Ein vierter Übergang soll im Rahmen der Havelspange den Templiner See auf Caputher Seite überqueren. Unsere Volksvertreter sinnen über eine Verkehrserleichterung nach, doch wenn man die Nachrichten verfolgt, entsteht der Eindruck, dass sie nur die Beschleunigung des Autoverkehrs im Sinn haben und vergessen, dass unsere Lebensqualität noch von einigen anderen Faktoren abhängt. Eine wichtige Eigenschaft guter Volksvertreter ist das Zuhören. Nur wer die Argumente der Bürger hört, kann in ihrem Sinne entscheiden. Befremdlich stimmt es, dass die „AG Verkehr“, eine Beteiligung von Bürgerinitiativen ausschließen will. Wie will die AG einen ernst zu nehmenden Vorschlag erarbeiten, ohne die Bürgerinitiativen einzubeziehen, die sich mit genau diesem Thema befassen?

Im Gegensatz zu einer Bahnlinie erzeugen Autotrassen einen stetigen hohen Geräusch– und Schadstoffpegel. Hinzu kommt, dass eine Gefährdung von Boden und Wasserverschmutzung in Kauf genommen wird. Der ökologische Sündenfall eines Dammes durch einen großen Flusssee konnte nur passieren, weil die Planer vor 50 Jahren der Meinung waren, ein Damm sei billig. Diese Betrachtung gleicht den heutigen Überlegungen zu der unrealistischen Bausumme von 20 Millionen Euro. Es sei an dieser Stelle an die Erdbewegungen aus den Ravensbergen in die Havel, die Sprengungen des Seegrundes, die Verklappung des Faulschlammes in die umliegenden Havelseen, das Entstehen von Inseln durch hochgedrückte Seebodenteile und Faulschlamm, das häufige Versinken des Dammes mitsamt der Feldbahnanlage ins Wasser erinnert.

Die Planer einer neuerlichen Durchquerung des Templiner Sees täten gut daran, sich die Archive des damaligen Bauherren, der Deutschen Reichsbahn, genau anzuschauen. Die Potsdamer Kulturlandschaft endet nicht am Schloss Sanssouci. Auch der Wildpark ist ein Teil von ihr und besonders das Schloss Caputh mit seinem von Lenne angelegten Park, bei dem die Sichtachse nach Potsdam mit der charakteristischen Silhouette dieser Stadt von besonderer Bedeutung war. Der Blick auf Potsdam ist inzwischen durch den Eisenbahndamm verstellt. Soll nun wirklich noch eine Autotrasse das Ensemble beschädigen?

Noch einmal: die Trasse soll den Wildpark durchtrennen, der Teil von Lennés „Verschönerung Plan der Umgebung von Potsdam“ ist. Sie soll den Templiner See, Trinkwasserreservoir und eines der Wahrzeichen von Potsdam, durchqueren. Und schließlich soll die „Grüne Lunge“ Potsdams, die Ravensberge, durchquert werden.

Auf Basis neuster Erkenntnisse der Nutzung von Verkehrswegen und den daraus abgeleiteten Emissionsprognosen sollten alle Alternativen der Verkehrswegeentlastung und schonender Neubebauung sowohl urbaner, also auch ökologisch schutzbedürftiger Gebiete erfolgen. Die Entscheidung über die nun von einer Gruppe von Ingenieuren möglicherweise nur unter verkehrstechnischen Gesichtspunkten vorgelegten Planung kann und darf nur unter nachvollziehbarer Bewertung aller anderer möglichen, gegebenenfalls auch in vergangenen Jahren verworfenen Alternativstreckenführungen, erfolgen.

Unsere Bitte an die Mitglieder der AG Verkehr: Hören Sie alle Interessenvertreter an und beziehen Sie in Ihre Arbeit ein. Denken Sie an Ihre Verantwortung für uns und zukünftige Generationen, indem Sie nachhaltige Lösungen erarbeiten. Befassen Sie sich mit der Geschichte des Eisenbahndammes genau. Die Schlussfolgerung kann nur sein: Keine Beschädigung von Wildpark, Templiner See und Waldgebiete durch die Havelspange!“

Hinweis: Ende Januar 2006 werden sich alle Bürgerinitiativen und zahlreiche Einzelpersonen, die sich bereits vehement gegen den Bau der Havelspange ausgesprochen haben, im Forsthaus Templin zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung treffen. Dazu sind alle Bürger rund um den Templiner See eingeladen. Anfang Januar 2006 wird dazu eine Einladung an alle Anlieger des Templiner Sees verteilt. Weitere Informationen dazu unter email: transnet@email.de

 

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Kommunale Arbeitsgemeinschaft

„Integriertes Verkehrskonzept Potsdam - Potsdam-Mittelmark“

 

Abschlussstatement zur Beendigung der KAG vom 03.04.2007

 

Die unterzeichnenden Vertreter der Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Integriertes Verkehrskonzept Potsdam Potsdam-Mittelmark“ (KAG IVK) stellen fest, dass kein Einvernehmen über eine abgestimmte Stellungnahme zur Ortsumgehung (OU) Potsdam auf Basis der vorgelegten Verkehrsentwicklungspläne für eine gleich lautende Beschlussfassung im Kreistag und in den Stadtverordnetenversammlungen sowie den Gemeindevertretungen hergestellt werden konnte.

 

Damit gibt es keine Verständigung zu einem regionalen integrierten Verkehrskonzept und zur nachfolgenden Wiederaufnahme des Raumordnungsverfahrens durch das MIR für die beiden Abschnitte B1-B2 (Havelspange) und B1-L90 (Verbindung über den Zernsee nach Werder) der OU Potsdam.

 

Die in der KAG IVK vorgelegten Daten, Studien und Planungen zur weiteren Entwicklung der Landeshauptstadt Potsdam und ihres Umlandes konnten keinen angemessenen Beitrag der Havelspange zur Lösung der verkehrlichen Problem der Landeshauptstadt Potsdam nachweisen. Dies wird auch im Verkehrsentwicklungsplan (VEP) Potsdam deutlich: die dort für einen Bau von Havelspange und ISES ausgewiesene Entlastungswirkung für die Lange Brücke ist marginal und rechtfertigt eine derart aufwändige Einzelmaßnahme wie die Templiner Spange nicht. Alternativen, die mit wesentlich geringerem Ressourceneinsatz eine kurzfristige und kostengünstigere Verkehrsentlastung ermöglichen können, wurden in

die Arbeit der KAG IVK nicht eingebracht.

 

Zu weiteren möglichen Folgen der Havelspange wurden in der KAG keine zusätzlichen Daten, Studien oder fachliche Einschätzungen vorgelegt. Sowohl die Durchschneidung von Lebens-, Erholungs-, Kultur- und Naturräumen als auch die auch in den VEP Potsdam und VEP Potsdam-Mittelmark dargestellte Anziehen überregionalen Verkehrs führen jedoch eindeutig zu zusätzlichen Belastungen von Wohn- und Erholungsgebieten durch Lärm, Luftschadstoffe und Feinstaub. Auch nachteilige Auswirkungen auf die Belange des Kultur-und Denkmalschutzes sowie auf die Belange des Umwelt- und Naturschutzes und damit auf die touristischen und wirtschaftlichen Entwicklungspotenziale der gesamten Region sind voraussehbar. Diese potentiellen Folgen müssen wesentliches Entscheidungskriterium über den Bau der Havelspange sein.

 

Die Diskussionen in der KAG IVK haben gezeigt, dass eine Beteiligung der mit der Thematik befassten Bürgerinitiativen sinnvoll ist. Auch bei allen weiteren Entscheidungsprozesse um die Havelspange ist darum eine breite Bürgerbeteiligung notwendig.

 

Ein regionaler Konsens zur Havelspange konnte durch die Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Integriertes Verkehrskonzept Potsdam - Potsdam-Mittelmark“ nicht erzielt werden.

 

Potsdam, 03. April 2007

 

Gunnar Assmann

Dr. Klaus-Uwe Gunold

Andree Halpap

Annerose Hamisch-Fischer

Dr. Klaus Nitzsche

Jürgen Scheidereiter

Prof. Dr. Albrecht Söllner

 

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Stellungnahme zum Ergebnis der Kommunalen Arbeitsgruppe Integriertes Verkehrskonzept Potsdam/Potsdam-Mittelmark aus der Sicht der Bürgerinitiativen in den Umlandgemeinden

 

Aus der Sicht der Bürgerinitiativen der Umlandgemeinden ist das Ziel der Arbeitsgruppe, ein integriertes Verkehrskonzept für die Stadt Potsdam und den Landkreis Potsdam-Mittelmark einvernehmlich zu entwickeln, kläglich gescheitert. Dieses anspruchsvolle Vorhaben konnte vor allem wegen eines schwerwiegenden Geburts-, aber auch wegen weiterer Fehler im Verlauf des Diskussionsverfahrens nicht erfolgreich sein:

 

Geburtsfehler: Wer ein tragfähiges Verkehrskonzept für unterschiedliche Verkehrsräume (Stadt/Umland) entwickeln will, kommt an einem ergebnisoffenen Prozess nicht vorbei, der auch die wirtschaftlichen, kulturellen und natürlichen Ressourcen und Entwicklungschancen des Umlands angemessen und vor allem auch nachvollziehbar berücksichtigt. Dies war offensichtlich nicht das Ziel eines wesentlichen Teils der Arbeitsgruppe, dem es ausschließlich darum ging, die Notwendigkeit des Projekts „Havelspange“ und damit die „Ortsumgehung Potsdam“ als zwingend für eine Verkehrsentlastung in der Stadt Potsdam zu beweisen. Die Fragwürdigkeit der dabei vorgelegten veralteten Planungsdaten ist bereits an anderer Stelle ausführlich kritisiert worden. Dieser gravierende Geburtsfehler in der Zielsetzung musste zwangsläufig zur Einstellung der Arbeit der Arbeitsgruppe und damit zu ihrer heutigen „Beerdigung“ führen.

 

Verfahrensfehler: Wer die Zustimmung der Umlandgemeinden für ein für die Stadt Potsdam als notwendig erachtetes Verkehrsprojekt erlangen will, das unzweifelhaft einen erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der betroffenen Umlandgemeinden haben wird, muss endlich lernen, die berechtigten Argumente vieler Bürger aus den Umlandgemeinden nicht einfach abzutun. Nur wer diese Kritik ernst nimmt und versucht, auch Alternativen für die bisherige Trassenführung zu entwickeln, kann auf Verständnis hoffen. Dies war in diesem Prozess nicht einmal ansatzweise erkennbar – das Gegenteil war der Fall: Die durch den Bau der Havelspange zu erwartenden Probleme bei der weiteren Entwicklung von Wirtschaft, Tourismus, Kultur und die damit verbundene Verkehrsverlagerung auf die Umlandgemeinden wurden entweder erst gar nicht diskutiert oder bereits in zarten Ansätzen von interessierter Potsdamer Seite klein geredet. Ein Diskussionsprozess auf gleicher Augenhöhe hat deshalb nicht stattgefunden - ein weiterer Grund, warum die Arbeitsgruppe kein vorzeigbares Ergebnis vorweisen kann.

 

Fazit:

 

1. Unsere Argumente sind durch die Arbeit der kommunalen Arbeitsgruppe eher erhärtet worden: Dieses Vorhaben ist nach wie vor verkehrstechnisch mehr als fragwürdig, unter Kosten/Nutzen-Gesichtspunkten wirtschaftlich und finanziell unverantwortlich, für die weitere touristische Entwicklung der Umlandgemeinden schädlich und außerdem abträglich für den Schutz des Welterbes Potsdam und der Potsdamer Seenlandschaft, dem wir uns verpflichtet fühlen.

 

2. Wir, die Bürgerinitiativen in den Umlandgemeinden, sind uns sicher, dass mit der heutigen Einstellung der Arbeit der kommunalen Arbeitsgruppe sich das fragwürdige Projekt „Ortsumgehung Potsdam (Havelspange)“ auch in naher Zukunft nicht in Luft auflösen wird, solange es nicht im Bundesverkehrswegeplan gestrichen ist. Wir werden deshalb auch in Zukunft die ersatzlose Streichung des Projekts aus dem Bundesverkehrswegeplan fordern.

 

Hans-Joachim Kursawa

Sprecher der Bürgerinitiative

Rettet den See für die Bürgerinitiativen der Umlandgemeinden gegen die Havelspange

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KAG „Integriertes Verkehrskonzept Potsdam - Potsdam-Mittelmark“

Stellungnahme zur Einstellung der Arbeit der KAG von Andree Halpap, Gemeindevertreter der Gemeinde Michendorf, Mitglied in der KAG vom 03.04.2007

 

Kein Regionaler Konsens zur Havelspange

Eine Chance für Potsdam und sein Umland!

 

Mit dem von uns vorgelegten gemeinsamen Abschlussstatement von sieben Vertretern der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft ist es gelungen eine breite Zustimmung zu einer kritischen Bewertung der Havelspange zu erzielen. Diese breite Zustimmung geht über die Parteigrenzen über die Stadtgrenze Potsdams über die Grenzen der anderen beteiligten Gebietskörperschaften hinweg. Der Konflikt um die Havelspange ist darum kein Konflikt von bestimmten Interessengruppen oder Parteien und es ist ist auch kein Konflikt der Stadt Potsdam gegen ihr Umland oder des Umlandes gegen die Landeshauptstadt. Dieser Konflikt ist letztlich Ausdruck von unterschiedlichen Bewertungen dieses großen und aufwändigen Straßenbauprojektes, die quer durch Parteigrenzen und Gemeindegrenzen gehen.

 

Mit der letzten Sitzung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft IVK ist klar: ein regionaler Konsens für dieses Straßenbauvorhaben ist nicht vorhanden. Dies ist keineswegs ein Schaden für die Landeshauptstadt Potsdam und ihr Umland. Dies ist vielmehr die Chance nun endlich die wirklichen verkehrlichen Problem von Stadt und Umland anzupacken. Diese Problem sind lange bekannt - ob es nun die bessere Regelung des Ziel- und Quellverkehrs in der Stadt ist oder die dringend nötige Verbesserung in der Anbindung gerade der östlichen Wachstumsregionen um Kleinmachnow/Stahnsdorf/Teltow an die Stadt Potsdam oder die dringend nötige Verbesserung der Anbindung der Nutheschnellstraße im Bereich von Berliner Straße, Behlertstraße und Hans-Thoma Straße.

 

Andree Halpap

 

 

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Landtag Brandenburg Drucksache 4/4439

4. Wahlperiode

Kleine Anfrage 1739 des Abgeordneten Dr. Jens Klocksin

Fraktion der SPD

an die Landesregierung

 

Havelspange, Ortsumgehung Potsdam

Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Integriertes Verkehrskonzept Potsdam - Potsdam- Mittelmark“, welche eine gemeinsame Position zu einer südwestlichen, das Landschaftsschutzgebiet um den Templiner See querenden Ortsumgehung der Stadt Potsdam bzw. einer Verknüpfung der Bundesstraßen 1 und 2 herstellen sollte, hat ihre Arbeit wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten eingestellt.

Ich frage die Landesregierung:

1. Hält die Landesregierung vor diesem Hintergrund weiter an dem Projekt fest?

2. Mit welcher Zielrichtung beabsichtigt das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung die Wiederaufnahme des Raumordnungsverfahrens?

3. Beabsichtigt die Landesregierung, gegenüber dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf die Streichung des Projektes aus dem Bundesverkehrswegeplan zu drängen?

 

Datum des Eingangs: 16.04.2007 / Ausgegeben: 16.04.2007

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Landtag Brandenburg 4. Wahlperiode

Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 1739 des Abgeordneten Dr. Jens Klocksin

Fraktion der SPD

Drucksache 4/4439

 

Wortlaut der Kleinen Anfrage 1739 vom 16.04.2007:

 

Havelspange, Ortsumgehung Potsdam

Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Integriertes Verkehrskonzept Potsdam – Potsdam- Mittelmark“, welche eine gemeinsame Position zu einer südwestlichen, das Landschaftsschutzgebiet um den Templiner See querenden Ortsumgehung der Stadt Potsdam bzw. einer Verknüpfung der Bundesstraßen 1 und 2 herstellen sollte, hat ihre Arbeit wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten eingestellt.

 

Ich frage die Landesregierung:

1. Hält die Landesregierung vor diesem Hintergrund weiter an dem Projekt fest?

 

2. Mit welcher Zielrichtung beabsichtigt das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung die Wiederaufnahme des Raumordnungsverfahrens?

 

3. Beabsichtigt die Landesregierung, gegenüber dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf die Streichung des Projektes aus dem Bundesverkehrwegeplan zu drängen?

 

 

Datum des Eingangs: 14.05.2007 / Ausgegeben: 22.05.2007

Namens der Landesregierung beantwortet der Minister für Infrastruktur und Raumordnung die Kleine Anfrage wie folgt:

 

Frage 1:

 

Hält die Landesregierung vor diesem Hintergrund weiter an dem Projekt fest?

 

Zu Frage 1:

 

Im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen als Anlage zum Fünften Gesetz zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 04.10.2004 ist die Netzverknüpfung Potsdam nicht mehr in der ursprünglichen Form enthalten; lediglich die Verbindung zwischen B 1 und B 2, die so genannte „Havelspange“ befindet sich im vordringlichen Bedarf; für die Verbindung B 2 – L 40 ist lediglich weiterer Bedarf anerkannt worden.

 

Das ursprüngliche Raumordnungsverfahren wurde aufgrund der Diskussion im Rahmen des Beteiligungsverfahrens im März 1999 unterbrochen, da die Grundlagen für die Verkehrsberechnung der Netzverknüpfung auf der Basis eines integrierten Verkehrskonzeptes der Stadt Potsdam und des Landkreises Potsdam-Mittelmark ermittelt werden sollten. Da beide kommunalen Hoheitsträger bis Anfang 2006 ein solches Konzept nicht vorlegen konnten und die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren inzwischen nicht mehr aktuell waren, wurde das Verfahren mit Datum vom 17.03.2006 eingestellt.

 

Das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung sieht gegenwärtig keine Priorität in diesem Vorhaben, da nach wie vor ein abgestimmtes Verkehrskonzept der Region als Grundlage für die Erarbeitung neuer Raumordnungsunterlagen nicht in Aussicht gestellt wurde.

 

Frage 2:

 

Mit welcher Zielrichtung beabsichtigt das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung die Wiederaufnahme des Raumordnungsverfahrens?

 

Zu Frage 2:

 

Siehe Beantwortung zu Frage 1.

 

Frage 3:

 

Beabsichtigt die Landesregierung, gegenüber dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf die Streichung des Projektes aus dem Bundesverkehrwegeplan zu drängen?

 

Zu Frage 3:

 

Derzeit besteht hierzu weder eine verfahrensmäßige noch inhaltliche Notwendigkeit. Im Zusammenhang mit der in den kommenden Jahren anstehenden Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplanes werden alle Maßnahmen einer erneuten Prüfung unterzogen.

 

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Offener Brief an Frau Bürgermeisterin Hoppe


An die
Bürgermeisterin
der Gemeinde Schwielowsee
Potsdamer Platz 9
14548 Schwielowsee


Geltow, den 30.05.2005

Kindertagesstätte Geltow


Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Hoppe,

 

mit diesem offenen Brief möchten wir uns ge­mein­sam an Sie wen­den, um ei­ner er­heb­lich­en Sor­ge Aus­druck zu ver­leih­en:

 

In den letz­ten Woch­en und Mo­na­ten ist viel in­tern und öf­fent­lich dis­ku­tiert wor­den ü­ber freie Trä­ger­schaft, Fi­nan­zie­rung­en und pä­da­go­gische Kon­zep­te für die Ki­tas des Ge­mein­de­ge­biets. Je­dem der Be­tei­lig­ten liegt das Wohl der Kin­der und der be­trof­fen­en Mit­ar­bei­ter am Her­zen, so dass die Ge­sprä­che auch er­heb­liche Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten mit sich brach­ten und wohl noch brin­gen wer­den.

 

Ein­ig sind wir uns je­doch an ei­ner Stel­le: Ge­ra­de im Zu­sam­men­hang mit der Dis­kuss­ion ü­ber die freie Trä­ger­schaft muss die Zu­kunft der Kita Gel­tow weit mehr Be­acht­ung fin­den und zu un­ver­züg­lich­em Han­deln An­lass ge­ben, als dies bis­her ge­scheh­en ist.

 

Die Rück­ü­ber­tra­gung des Grund­stück­es steht kurz bevor, auch wenn ein ge­nau­er Ter­min noch nicht be­kannt ist. Die Ki­ta ver­fügt nicht ü­ber ei­nen Miet­ver­trag, so dass die Ei­gen­tü­mer je­der­zeit die Räum­ung und Her­aus­ga­be des Grund­stücks ver­lan­gen kön­nen.

 

Bis­lang ex­is­tiert zwar ei­ne Mach­bar­keits­stu­die zur Um­nutz­ung und Um­ge­stalt­ung von Schu­le und Hort. Wir wis­sen je­doch al­le, dass die hier­für er­for­der­lich­en ei­ne Mil­lion­en Euro, die all­ein auf den Um­bau des vor­ge­seh­en­en Ki­ta­be­reichs ent­fal­len, weder kurz­fris­tig noch in ab­seh­ba­rer Zeit von der Ge­mein­de auf­ge­bracht wer­den kön­nen.

 

Um eine Schließ­ung der Gel­tow­er Ki­ta im Fal­le ei­nes kurz­frist­ig­en Her­aus­ga­be­ver­lang­ens der Ei­gen­tü­mer un­be­dingt zu ver­mei­den, ist es dring­end er­for­der­lich, ü­ber wei­te­re Al­ter­na­tiv­en nach­zu­denk­en. Wir be­nö­ti­gen vor al­lem ein Kon­zept, wie und wo die Ki­ta un­ter­ge­bracht wer­den kann. Wie kön­nen Spon­so­ren zur Mit­fi­nan­zie­rung des Um­baus in Schu­le und Hort ge­won­nen wer­den? Ist es mög­lich, die Ki­ta jetzt noch durch ei­nen Miet­ver­trag je­den­falls mit­tel­frist­ig ab­zu­sich­ern?

 

Wir bit­ten dring­end, die­se Fra­gen in den nächs­ten Woch­en vor der Som­mer­pau­se mit ab­so­lu­ter Pri­ori­tät zu be­han­deln und hier­zu in der nächs­ten Ge­mein­de­ver­tre­ter­sit­zung Stel­lung zu nehm­en. Die Gel­to­wer Kin­der und El­tern ha­ben ein Recht da­rauf, schnellst­mög­lich Sich­er­heit ü­ber die Er­hal­tung des Ki­ta-Stand­ort­es zu ge­win­nen. Hier­für steh­en wir ge­mein­sam ein!

 

Die Fraktionsvorsitzenden

der SPD-Fraktion

CDU/FDP Fraktion

Fraktion des Bürgerbündnisses

 



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Entwicklung und Förderung des Wassertourismus


PNN vom 09.06.2005

Neue AG unter dem Motto Faszination Havel

 

Werder/Schwielowsee - Die Ha­vel­ge­mein­den wol­len künf­tig en­ger bei der Ent­wick­lung des Was­ser­tour­is­mus­ zu­sam­men­ar­bei­ten. Für den 16. Ju­ni hat die Stadt Wer­der Ver­tre­ter der An­rain­er­städ­te, Äm­ter und Krei­se zu ei­ner Be­ra­tungs­run­de ein­ge­la­den. Dann soll auch ei­ne ge­mein­sa­me Ab­sichts­er­klä­rung un­ter­zeich­net we­rden, wel­che die Grün­dung einer AG mit dem Na­men „Fas­zi­na­tion Ha­vel" vor­be­rei­ten soll.

 

„Be­reits jetzt gibt es ge­mein­same Ak­tion­en mit Wer­der, auch mit Pots­dam“, er­läu­ter­te Schwie­low­sees Bür­ger­meis­te­rin Kers­tin Hop­pe (CDU) am Mon­tag­abend dem Tour­i­smus­aus­schuss ih­rer Ge­mein­de. Sie ver­wies auf den ge­mein­sam­en Stand auf der Mes­se „Aqua­mobil“ in der Lan­des­haupt­stadt. Auf­ge­baut wer­den müs­se die Zu­sam­men­ar­beit mit wei­ter ent­fern­ten Ge­mein­den wie Bran­den­burg oder Ha­vel­berg. Hop­pe rea­gier­te mit ih­ren Aus­füh­rung­en auch auf ei­ne For­de­rung der SPD-Frak­tion, in Sach­en Was­ser­tour­is­mus nicht auf der Strecke zu blei­ben.

 

Der Ge­dan­ke ei­ner in­ten­si­ve­ren Zu­sam­men­ar­beit auf die­sem Ge­biet geht zu­rück auf die dies­jäh­ri­gen Wer­de­ran­er Wirt­schafts­ta­ge und ein dort prä­sen­tier­tes Po­si­tions­pa­pier der In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK), das auf die­sem Ge­biet noch vie­le un­ge­nutz­te Mög­lich­kei­ten sieht. Als nächs­ter Schritt soll ein Ko­ope­ra­tions­ver­trag zwisch­en den Kom­mun­en un­ter­zeich­net wer­den, ein Vor­stand ge­bil­det und ei­ne Pro­jekt­grup­pe ge­grün­det wer­den. Am En­de soll ein kon­kre­ter Fahr­plan steh­en.

 

Vor­bild die­ser AG soll da­bei die Ar­beits­ge­mein­schaft „Städ­te mit his­to­risch­em Stadt­kern" sein, der auch Wer­der an­ge­hört. 1992 ge­grün­det zählt die­se AG heu­te 29 Mit­glie­der-Kom­mun­en. Für die hier ge­plan­ten und um­ge­setzt­en Pro­jek­te gibt es För­der­mit­tel vom Land - und da­rauf hof­fen nun auch die Ha­vel-An­rai­ner. „Ich ver­spreche mir viel von die­sem Pro­jekt, nur hät­ten die­se Ideen schon längst um­ge­setzt wer­den müs­sen", so Ge­mein­de­ver­tre­ter Rein­hard Gert­ner (CDU/FDP-Frak­tion).

Thomas Lähns



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Spen­den­samm­lung und Ein­weih­ung der Or­gel der ev­an­ge­lisch­en Kir­chen­ge­mein­de von Ca­puth

Die SPD Schwie­low­see ü­ber­reicht zum Jah­res­en­de 2003 an die ev­an­ge­lische Kir­chen­ge­mein­de von Ca­puth einen Spen­den­scheck in Hö­he von 600 Eu­ro zur Fi­nan­zie­rung der neu­en Or­gel.

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Die neue Or­gel wur­de am 26.05.2005 ein­ge­weiht. 50 Pro­zent der Kos­ten von 180.000 Eu­ro wur­den von zahl­reich­en Ein­zel­spen­dern der Ge­mein­de Schwie­low­see auf­ge­bracht.

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Der ehe­ma­lige Mi­nis­ter­prä­si­dent Stol­pe als Schirm­herr dankt al­len Spen­dern.

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